Erfolgreiches Shutdown-Projekt mit UBIK und Primavera

Dez. 9, 2014 | News

Wer schon einmal einen geplanten Anlagenstillstand in der Prozessindustrie begleiten durfte, weiß dass es sich dabei sozusagen um die Königsdisziplin in punkto Projektmanagement und Projektausführung handelt. Um den Produktionsausfall zu minimieren ist die Durchführungszeit so kurz wie möglich gehalten, was in entsprechend hohem Personaleinsatz und daraus resultierender Planungs- und Abwicklungskomplexität mündet.

Komplexe Planung

Um hier nicht den Überblick zu verlieren ist perfekte Terminplanung und lückenloses Projektcontrolling notwendig, denn bereits kleine Abweichungen in den Abläufen können eine Kette an Verzögerungen nach sich ziehen und schließlich zu erheblichen Produktionsausfällen führen. Das wichtigste Steuerungsinstrument in der Abwicklung ist hierbei der Fortschritt, resultierend aus den Rückmeldungen der Fachkräfte über begonnene bzw. abgeschlossene Arbeiten in der Anlage. Je aktueller diese Kenngröße zur Verfügung steht, desto früher und besser kann auf eventuelle Abweichungen reagiert werden.

Bisher wurden diese Fortschrittsmeldungen manuell erfasst, indem das Durchführungspersonal auf tagesaktuell gedruckten Arbeitsaufträgen seine Rückmeldungen eintrug und am Ende des Arbeitstages dem Planungsteam übergab. Dieses sorgte dann dafür dass die Rückmeldedaten in das Planungswerkzeug zurückkamen, entweder händisch oder halbautomatisch mit Barcodes auf den Arbeitsanweisungen. Erst dann konnten Abweichungen erkannt, kritische Pfade aktualisiert und Einsatzpläne für den nächsten Tag adaptiert werden und man konnte nur hoffen dass es nicht schon zu spät war.

Neue Wege bei Borealis

Nicht anders war es bisher bei Stillständen der Borealis  Polymere GmbH, Burghausen, doch beim diesjährigen Turnaround der Polypropylenanlagen beschritt man einen neuen Weg. Immerhin mussten nach zwei Jahren Vorbereitungszeit rund 45.000 geplante Arbeitsstunden in nur 5 Wochen von mehr als 500 Fachkräften abgewickelt werden.

Für die Disposition der Arbeiten und die Erfassung der Rückmeldungen wurde erstmals UBIK® eingesetzt, direkt angekoppelt an die Planungssoftware Primavera P6 von Oracle®. Das Shutdown-Personal hatte so immer den aktuellen Arbeitsvorrat auf Tablets verfügbar und konnte direkt im Feld Rückmeldungen erfassen, Abweichungen melden und diese auch fotografisch dokumentieren. Die Daten gingen vollautomatisch an Primavera, das umgekehrt dann wieder den aktuellen Planungsstand an UBIK® und somit die Mobilgeräte lieferte. Externe Werkstätten und Mitarbeiter ohne Mobilgerät meldeten Ihren Fortschritt direkt über den neuen UBIK® WebClient.

Mission erfolgreich

In Summe wurden knapp 70 Mobilgeräte eingesetzt auf denen rund 20.000 einzelne Rückmeldungen  Online-, Offline und über Web abgesetzt wurden. Die Einsatz- und Terminplanung konnte durch die konstant eintreffenden Rückmeldungen während der laufenden Arbeiten durchgeführt werden, was nicht nur viele Nachtschichten vermied sondern auch einen besseren Überblick über den Projektstatus bot. Und nicht zuletzt wurden Unmengen an Papier eingespart die normalerweise in einem solchen Projekt produziert werden.

Und das allerwichtigste: Die Anlagen fuhren pünktlich wieder an und machen das wofür sie erbaut wurden, nämlich Polyolefine produzieren.

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