UBIK und die Hololens

Dez. 6, 2016 | News

Zugegeben, auf den ersten Blick erscheint die Kombination aus UBIK® und der Hololens® wenig sinnvoll, schließlich heften wir uns seit jeher auf die Fahnen industrietaugliche Lösungen zu liefern, die auch unter den rausten Bedingungen funktionieren.

Die Hololens wird heute sicher schon mit vielen Attributen bedacht, aber industrietauglich ist noch eher selten dabei.

Der zweite Blick

Auf den zweiten Blick sieht es aber schon ein wenig anders aus. Erstens gibt es auch in unserer Kernindustrie, also in der Prozessindustrie, Bereiche beziehungsweise Abschnitte im Anlagen-Lebenszyklus in denen keine speziellen Zertifizierungen wie ATEX usw. notwendig sind. Zweitens hat sich unsere Klientel im letzten Jahr über die Prozessindustrie hinaus verbreitert und so dürfen wir heute auch Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Autozulieferindustrie zu unseren Kunden zählen. Drittens haben wir unseren Windows-Client erst kürzlich auf die neue Universal Windows Plattform (UWP) umgestellt, welche gleichzeitig auch die Basis für Hololens Anwendungen darstellt.

Stärken und Schwächen

Genug Gründe also um sich dem Thema Hololens näher anzunehmen und genau damit haben wir vor einigen Monaten begonnen. Die ersten Tests waren durchaus beeindruckend, vor allem das Umgebungs-Mapping ist dabei positiv hervorzuheben. Für sich alleine genommen kann man damit schon sehr nette Dinge anstellen, allerdings nichts was unseren Kunden heute schon Nutzen bringen würde. Schließlich ist alles was man macht (also z.B. Anwendungen oder Hologramme im Raum zu platzieren) an einen sehr eingeschränkten Radius rund um den Anwender ausgelegt und zudem an den WLAN-Router gebunden – in unseren Anlagen sind aber weder die Radien eingeschränkt (ganz im Gegenteil) noch können wir uns darauf verlassen WLAN zu haben, denn meistens wird komplett offline gearbeitet.

Die Kombination

Kombiniert man nun allerdings das was die Hololens gut kann, also das Tracking im Nahbereich, mit dem was UBIK bereits an Informationen mitliefert, so ergeben sich schlagartig eine Reihe an produktiven Anwendungsfällen. UBIK kennt in der Regel das komplette Datenmodell einer Anlage und häufig sind die Objekte darin auch schon mit absoluten Positionsinformationen (Geo-Daten) versehen. UBIK Objekte und Strukturen haben außerdem die gewinnbringende Eigenschaft, beliebig viele zusätzliche Informationen zu halten und das könnten auch die von der Hololens generierten Mapping-Informationen sein, die sogenannten Spaces. Nun könnte also UBIK auf der Hololens die grobe Positionierung übernehmen, was es ja bereits heute schon, mittels GPS/Sensorik oder geografischen Markern, tut. Mit diesen Informationen wird die HoloLens dann automatisch mit dem jeweils relevanten Space versorgt werden und kann so im Nahbereich ihre Stärken voll ausspielen. Das Resultat? Je näher der Anwender seinem Zielobjekt kommt, desto genauer wird das Tracking, genauso wie es sein soll. Und der Nebeneffekt: die Hololens wird dadurch voll offline-fähig, denn sie nutzt die ganze Kraft der UBIK Plattform.

 

Wie weit wir davon entfernt sind? Gar nicht weit, lassen Sie sich überraschen!

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